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<div style="background:#fff;border:#bbb dashed 1px;padding:5px"><a href="http://en.citatepedia.ro/comments.php?id=402896" style="color:#000;text-decoration:none"><div style="margin:10px 0"><strong>Das Schlauraffen Landt.</strong></div><div style="margin:10px 0">Ain gegent haist Schlauraffen land, <br>Den faulen leuten wol bekant, <br>Das ligt drey meyl hinder Weyhnachten. <br>Vnd welcher darein wölle trachten, <br>5<br>Der muß sich grosser ding vermessn <br>Vnd durch ein Berg mit Hirßbrey essn, <br>Der ist wol dreyer Meylen dick. <br>Als dann ist er im augenblick <br>Inn den selbing Schlauraffen Landt, <br>10<br>Da aller Reychthumb ist bekant.<br>Da sind die Heuser deckt mit Fladn,<br>Leckuchen die Haußthür vnd ladn,<br>Von Speckuchen Dielen vnd wend,<br>Die Tröm von Schweynen braten send.<br>15<br>Vmb yedes Hauß so ist ein Zaun,<br>Geflochten von Bratwürsten braun.<br>Von Maluasier so sindt die Brunnen,<br>Kommen eim selbs ins maul gerunnen.<br>Auff den Tannen wachssen Krapffen,<br>20<br>Wie hie zu Land die Tannzapffen. <br>Auff Fichten wachssen bachen schnittn. <br>Ayrpletz thut man von Pircken schüttn. <br>Wie Pfifferling wachssen die Fleckn, <br>Die Weyntrauben inn Dorenheckn.<br>25<br>Auff Weyden koppen Semel stehn,<br>Darunter Pech mit Milich gehn;<br>Die fallen dann inn Pach herab,<br>Das yederman zu essen hab.<br>Auch gehen die Visch inn den Lachn<br>30<br>Gsotten, Braten, Gsulzt vnd pachn <br>Vnd gehn bey dem gestat gar nahen, <br>Lassen sich mit den henden fahen. <br>Auch fliegen vmb (müget jr glaubn) <br>Gebraten Hüner, Genß vnd Taubn.<br>35<br>Wer sie nicht facht vnd ist so faul,<br>Dem fliegen sie.selbs in das maul.<br>Die Sew all Jar gar wol geratn,<br>Lauffen im Land vmb, sind gebratn.<br>Yede eyn Messer hat im rück<br>40<br>Darmit eyn yeder schneydt eyn stück<br>Und steckt das Messer wider dreyn. <br>Die Creutzkeß wachssen wie die steyn. <br>So wachssen Bawern auff den bawmen, <br>Gleych wie in vnserm land die pflaumen.<br>45<br>Wens zeytig sind, so fallens ab,<br>Yeder in ein par Stiffel rab.<br>Wer Pferd hat, wird ein reycher Mayer,<br>Wann sie legen gantz körb vol Ayer.<br>So schüt man aus den Eseln Feygn.<br>50<br>Nicht hoch darff man nach Kersen steign,<br>Wie die Schwartzper sie wachssen thun.<br>Auch ist in dem Land ein jungkbrun,<br>Darinn verjungen sich die altn.<br>Vil kurtzweyl man im Land ist haltn:<br>55<br>So zu dem zyl schießen die gest,<br>Der weytst vom blat gewint das best;<br>Im lauffen gwindt der letzt alleyn.<br>Das Polster schlaffen ist gemeyn.<br>Ir Weydwerck ist mit Flö vnd Leusn,<br>60<br>Mit Wantzen, Ratzen vnd mit Meusn. <br>Auch ist im Land gut gelt gewinnen: <br>Wer sehr faul ist vnd schlefft darinnen, <br>Dem gibt man von der stund zwen pfennig, <br>Er schlaff jr gleych vil oder wenig.<br>65<br>Ein Furtz gilt einen Binger haller,<br>Drey gröltzer einen Jochims Thaler.<br>Vnd welcher da seyn gelt verspilt,<br>Zwifach man jm das wider gilt.<br>Vnd welcher auch nicht geren zalt,<br>70<br>Wenn die schuldt wird eins Jares alt,<br>So muß jm jener darzu gebn.<br>Vnd welcher geren wol ist lebn<br>Dem gibt man von dem trunck ein patzn.<br>Vnd welcher wol die leut kan fatzn,<br>75<br>Dem gibt man ein Plappert zu lohn.<br>Für eyn groß lüg geyt man eyn Kron.<br>Doch muß sich da hüten ein Man,<br>Aller vernunfft gantz müssig stan.<br>Wer synn vnd witz gebrauchen wolt,<br>80<br>Dem wurd keyn mensch im lande holdt, <br>Vnd wer gern arbeyt mit der handt, <br>Dem verbeut mans Schlauraffen landt. <br>Wer zucht vnd Erbarkeyt het lieb, <br>Denselben man des Lands vertrieb.<br>85<br>Wer vnnütz ist, wil nichts nit lehrn,<br>Der kombt im Land zu grossen ehrn;<br>Wann wer der faulest wirdt erkant,<br>Derselb ist König inn dem Landt.<br>Wer wüst, wild vnd vnsinnig ist,<br>90<br>Grob, vnuerstanden alle frist,<br>Auß dem macht man im Land ein Fürstn.<br>Wer geren ficht mit Leberwürstn,<br>Auß dem ein Ritter wird gemacht.<br>Wer schlüchtisch ist vnd nichtzen acht,<br>95<br>Dann essen, trincken vnd vil schlaffn,<br>Auß dem macht man im land ein Graffn.<br>Wer tölpisch ist vnd nichssen kan,<br>Der ist im Land ein Edelman. -<br>Wer also lebt wie obgenant,<br>100<br>Der ist gut ins Schlauraffen Landt,<br>Das von den alten ist erdicht,<br>Zu straff der jugent zu gericht,<br>Die gwönlich faul ist vnd gefressig,<br>105<br>Vngeschickt, heyloß vnd nachlessig,<br>Das mans weiß ins land zu Schlauraffn, <br>Damit jr schlüchtisch weyß zu straffn, <br>Das sie haben auff arbeyt acht, <br>Weyl faule weyß nye gutes bracht.</div><div style="margin:10px 0"><br /></a><br />poem by <a href="http://en.citatepedia.ro/by.php?a=Hans+Sachs">Hans Sachs</a><div class=q> <img src="https://www.citatepedia.ro/g/32share.png" style="float:left" alt="Share"> <script type="text/javascript" src="//s7.addthis.com/js/300/addthis_widget.js#pubid=citatepedia" async="async"></script><div style="display:inline-block" class="addthis_sharing_toolbox" data-url="http://en.citatepedia.ro/comments.php?id=402896" data-title="Das Schlauraffen Landt. de Hans Sachs" data-description="Ain gegent haist Schlauraffen land, Den faulen leuten wol bekant, Das ligt drey meyl hinder Weyhnachten. Vnd welcher darein wölle trachten, 5 Der muß sich grosser ding vermessn Vnd durch ein Berg mit Hirßbrey essn, Der ist wol dreyer Meyl..."></div> </div> </div>
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