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<div style="background:#fff;border:#bbb dashed 1px;padding:5px"><a href="http://en.citatepedia.ro/comments.php?id=340120" style="color:#000;text-decoration:none"><div style="margin:10px 0"><strong>Die Weiber von Weinsberg</strong></div><div style="margin:10px 0">Der erste Hohenstaufe, der König Konrad, lag <br>Mit Heeresmacht vor Weinsberg seit manchem langen Tag. <br>Der Welfe war geschlagen, noch wehrte sich das Nest, <br>Die unverzagten Städter, die hielten es noch fest. </div><div style="margin:10px 0">Der Hunger kam, der Hunger! Das ist ein scharfer Dorn. <br>Nun suchten sie die Gnade, nun fanden sie den Zorn: <br>'Ihr habt mir hier erschlagen gar manchen Degen wert, <br>Und öffnet ihr die Tore, so trifft euch doch das Schwert!' </div><div style="margin:10px 0">Da sind die Weiber kommen: 'Und muss es also sein, <br>Gewährt uns freien Abzug, wir sind vom Blute rein!' <br>Da hat sich vor den Armen des Helden Zorn gekühlt. <br>Da hat ein sanft Erbarmen im Herzen er gefühlt. </div><div style="margin:10px 0">'Die Weiber mögen abziehn, und jede habe frei, <br>Was sie vermag zu tragen und ihr das Liebste sei; <br>Lasst ziehn mit ihrer Bürde sie ungehindert fort! <br>Das ist des Königs Meinung, das ist des Königs Wort.' </div><div style="margin:10px 0">Und als der frühe Morgen im Osten kaum gegraut, <br>Da hat ein seltnes Schauspiel vom Lager man geschaut; <br>Es öffnet leise, leise sich das bedrängte Tor, <br>Es schwankt ein Zug von Weibern mit schwerem Schritt hervor. </div><div style="margin:10px 0">Tief beugt die Last sie nieder, die auf dem Nacken ruht, <br>Sie tragen ihre Eh'herrn, das ist ihr liebstes Gut. <br>'Halt an die argen Weiber!' ruft drohend mancher Wicht; <br>Der Kanzler spricht bedeutsam: 'Das war die Meinung nicht!' </div><div style="margin:10px 0">Da hat, wie er's vernommen, der fromme Herr gelacht: <br>'Und war es nicht die Meinung, sie haben's gut gemacht! <br>Gesprochen ist gesprochen, das Königswort besteht, <br>Und zwar von keinem Kanzler zerdeutelt und zerdreht.'</div><div style="margin:10px 0"><br /></a><br />poem by <a href="http://en.citatepedia.ro/by.php?a=Adelbert+von+Chamisso">Adelbert von Chamisso</a><div class=q> <img src="https://www.citatepedia.ro/g/32share.png" style="float:left" alt="Share"> <script type="text/javascript" src="//s7.addthis.com/js/300/addthis_widget.js#pubid=citatepedia" async="async"></script><div style="display:inline-block" class="addthis_sharing_toolbox" data-url="http://en.citatepedia.ro/comments.php?id=340120" data-title="Die Weiber von Weinsberg de Adelbert von Chamisso" data-description="Der erste Hohenstaufe, der König Konrad, lag Mit Heeresmacht vor Weinsberg seit manchem langen Tag. Der Welfe war geschlagen, noch wehrte sich das Nest, Die unverzagten Städter, die hielten es noch fest. Der Hunger kam, der Hunger! Das ist ..."></div> </div> </div>
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