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<div style="background:#fff;border:#bbb dashed 1px;padding:5px"><a href="http://en.citatepedia.ro/comments.php?id=340118" style="color:#000;text-decoration:none"><div style="margin:10px 0"><strong>Das Riesenspielzeug</strong></div><div style="margin:10px 0">Burg Nideck ist im Elsaß der Sage wohlbekannt,<br>die Höhe, wo vorzeiten die Burg der Riesen stand;<br>sie selbst ist nun verfallen, die Stätte wüst und leer,<br>du fragest nach den Riesen, du findest sie nicht mehr.</div><div style="margin:10px 0">Einst kam das Riesenfräulein aus jener Burg hervor,<br>erging sich sonder Wartung und spielend vor dem Tor<br>und stieg hinab den Abhang bis in das Tal hinein,<br>neugierig zu erkunden, wie's unten möchte sein.</div><div style="margin:10px 0">Mit wen'gen raschen Schritten durchkreuzte sie den Wald,<br>erreichte gegen Haslach das Land der Menschen bald,<br>und Städte dort und Dörfer und das bestellte Feld<br>erschienen ihren Augen gar eine fremde Welt.</div><div style="margin:10px 0">Wie jetzt zu ihren Füßen sie spähend niederschaut,<br>bemerkt sie einen Bauer, der seinen Acker baut;<br>es kriecht das kleine Wesen einher so sonderbar,<br>es glitzert in der Sonne der Pflug so blank und klar. </div><div style="margin:10px 0">'Ei! artig Spielding!' ruft sie, 'das nehm' ich mit nach Haus!'<br>Sie knieet nieder, spreitet behend ihr Tüchlein aus<br>und feget mit den Händen, was sich da alles regt,<br>zu Haufen in das Tüchlein, das sie zusammenschlägt,</div><div style="margin:10px 0">und eilt mit freud'gen Sprüngen, man weiß, wie Kinder sind,<br>zur Burg hinan und suchet den Vater auf geschwind:<br>“Ei Vater, lieber Vater, ein Spielding wunderschön!<br>So Allerliebstes sah ich noch nie auf unsern Höh'n.'</div><div style="margin:10px 0">Der Alte saß am Tische und trank den kühlen Wein,<br>er schaut sie an behaglich, er fragt das Töchterlein:<br>“Was Zappeliges bringst du in deinem Tuch herbei?<br>Du hüpfest ja vor Freuden; laß sehen, was es sei.'</div><div style="margin:10px 0">Sie spreitet aus das Tüchlein und fängt behutsam an,<br>den Bauer aufzustellen, den Pflug und das Gespann;<br>wie alles auf dem Tische sie zierlich aufgebaut,<br>so klatscht sie in die Hände und springt und jubelt laut.</div><div style="margin:10px 0">Der Alte wird gar ernsthaft und wiegt sein Haupt und spricht:<br>“Was hast du angerichtet? Das ist kein Spielzeug nicht!<br>Wo du es hergenommen, da trag es wieder hin,<br>der Bauer ist kein Spielzeug, was kommt dir in den Sinn?</div><div style="margin:10px 0">Sollst gleich und ohne Murren erfüllen mein Gebot;<br>denn wäre nicht der Bauer, so hättest du kein Brot;<br>es sprießt der Stamm der Riesen aus Bauernmark hervor,<br>der Bauer ist kein Spielzeug, da sei uns Gott davor</div><div style="margin:10px 0">Burg Nideck ist im Elsaß der Sage wohl bekannt,<br>die Höhe, wo vor Zeiten die Burg der Riesen stand;<br>sie selbst ist nun verfallen, die Stätte wüst und leer,<br>und fragst Du nach den Riesen, du findest sie nicht mehr.</div><div style="margin:10px 0"><br /></a><br />poem by <a href="http://en.citatepedia.ro/by.php?a=Adelbert+von+Chamisso">Adelbert von Chamisso</a><div class=q> <img src="https://www.citatepedia.ro/g/32share.png" style="float:left" alt="Share"> <script type="text/javascript" src="//s7.addthis.com/js/300/addthis_widget.js#pubid=citatepedia" async="async"></script><div style="display:inline-block" class="addthis_sharing_toolbox" data-url="http://en.citatepedia.ro/comments.php?id=340118" data-title="Das Riesenspielzeug de Adelbert von Chamisso" data-description="Burg Nideck ist im Elsaß der Sage wohlbekannt, die Höhe, wo vorzeiten die Burg der Riesen stand; sie selbst ist nun verfallen, die Stätte wüst und leer, du fragest nach den Riesen, du findest sie nicht mehr. Einst kam das Riesenfräulein aus ..."></div> </div> </div>
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